Kurs
5.3
Empirische Methoden
Wie Gesellschaften denken lernen
Zur Akademie Roßleben 2025-5
03.07.
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19.07.2025
Im Kurs „Empirische Methoden - Wie Gesellschaften denken lernen“ lernen die Teilnehmenden, durch systematisches Denken neue Informationen auf ihre Zuverlässigkeit zu überprüfen. Dafür betrachtet der Kurs, wie empirische Methoden den Weg in unsere Gesellschaften gefunden haben. Dabei geht der Kurs auf methodische Fehlannahmen aus der Vergangenheit ein und vollzieht die Entwicklung der empirischen Methoden an historischen Beispielen nach.
Im nächsten Teil beleuchtet der Kurs gegenwärtige Beispiele von Fehlannahmen und methodischen Problemen: Wie kann ein toter Fisch Gehirnaktivität aufweisen? Ist die Stringtheorie wirklich eine Theorie? Welche Interpretation von Quantenmechanik ist rein rational betrachtet die, die wir annehmen sollten? Und wie hängt all das zusammen? Ebenso wird der Kurs in diesem Teil gemeinsam Studien lesen, kritisch diskutieren und dabei auf immer wiederkehrende Themen wie Generalisierbarkeit, Randomisierung, Hypothesenbildung, Testkonstruktion und Publication Bias eingehen. Die Teilnehmenden lernen, potenzielle Fehler zu erkennen, und überlegen, wie die Autor:innen ihre Studien methodisch besser gestalten können.
Im dritten Teil führen die Teilnehmenden ihre eigenen Studien durch, um zu erfahren, wie schwierig es ist, diese Überlegungen in der Praxis umzusetzen und wie man dennoch damit umgehen kann.
Der Kurs erfordert keine spezifischen Vorkenntnisse.
Nach dem Kurs sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, bestehende Wissenschaft fundiert zu kritisieren, die gelernten Methoden im wissenschaftlichen Kontext anzuwenden und auf andere Kontexte übertragen zu können.
Die Kursleitung

